BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Fraktion BVV Pankow

Bündnisgrüne votieren gegen Veränderungssperre: „Wir wollen einen Schulstandort und flächensparenden Wohnungsbau am Thälmannpark“

Anlässlich des Votums einer Veränderungssperre in der Pankower Bezirksverordnetenversammlung (BVV) für das Areal am alten Güterbahnhof Greifswalder Straße, positioniert sich die Pankower Fraktion Bündnis 90/Die Grünen klar für den flächensparenden Bau von Wohnungen am Thälmannpark, sowie der Erbauung eines Schulstandortes.

„Wir wollen den Bau einer Oberschule, eine Grünfläche für Anwohner*innen und flächensparenden Wohnungsbau“, moniert Hannah Wettig, Fraktionsvorsitzende der Pankower Bündnisgrünen. „Das Areal an der Lili-Henoch Straße bietet dafür genug Platz. Seit Jahren sperrt sich Rot-Rot gegen diesen Wohnungsbau und das obwohl sich die Lage besonders gut dafür eignet. Wir wollen, dass der Eigentümer auf den Parkplätzen und auf der gegenüberliegenden Seite der Greifswalder Straße endlich Wohnungen bauen kann – dringend benötigte Wohnungen. Außerdem wollen wir so viele Grünflächen erhalten wie möglich. Also in die Höhe bauen, so, wie die achtzehngeschossigen Hochhäuser am Thälmannpark. Damit baut man flächensparend und es wird weniger versiegelt“, so Wettig.

Laut der Pankower Grünen eigne sich die Lili-Henoch Straße nicht nur für den Bau neuer Wohnungen, sondern auch einer Schule. Der Ort sei durch S-Bahn, Tram und Buslinien gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden und nütze so nicht nur neuen Anwohner*innen, sondern auch Schüler*innen aus anderen Stadtvierteln.

„Wir wollen einen vollwertigen Schuldstandort mit Sporthalle und Sportplatz entstehen lassen – mit ausreichend Sport und Bewegungsmöglichkeiten für die Schüler*innen“, erklärt Karsten Gloger, Sprecher für Jugendpolitik und Sport. „Damit das klappt, braucht es einen Flächentausch mit dem Eigentümer. Doch diesen Prozess blockieren SPD und Linke und deswegen passiert seit Jahren einfach gar nichts. Das muss ein Ende haben: Anstatt uns gegen jegliche Form der Veränderung zu sperren, wollen wir Bewegung in die Sache bringen und uns für den Bau einer Schule und neuer Wohnungen einsetzen“, so Gloger.

Dabei geht es den Grünen nicht um eine Verhinderung von Bebauungsplänen:

„Wir finden Bebauungspläne sehr wichtig. Wir setzen uns überall, wo es geht für Bebauungspläne ein. Doch hier geht es SPD und Linken lediglich um eine Verhinderungstaktik und keine Stadtplanung im Sinne der Bevölkerung. Deswegen fordern wir das Bezirksamt auf, konstruktive Verhandlungen mit dem Eigentümer aufzunehmen, in denen er verpflichtet wird, klima- und artenfreundlich zu bauen, Grünflächen zu erhalten und auch sozialen Wohnraum zu schaffen“, so Wettig abschließend.



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