BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Fraktion BVV Pankow

Bündnis 90/Die Grünen Pankow zur Gründung der Genossenschaft „Colosseum – unser KINO“ e.G.

Die Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Pankow Cordelia Koch sagt zur Gründung der Genossenschaft „Colosseum – unser Kino e.G.“: Wir begrüßen jeden Schritt in die richtige Richtung, damit im Colosseum der Kinobetrieb wieder aufgenommen werden kann und ein nachhaltiger sowie wirtschaftlich tragfähiger Kulturstandort entsteht. Deshalb freue ich mich, dass nun auch von der SPD ein halbwegs konstruktiver Beitrag zur Debatte kommt. Denn bisher hat die Pankower SPD vor allem daran gearbeitet, dass auf dem Gelände nichts passiert.

Ich habe für Bündnis 90/Die Grünen schon vor einem Jahr den interessierten Investor kontaktiert und ihn überzeugen können, das einzige bisher vorliegende Konzept für einen Kulturstandort zu entwickeln. Die SPD weigert sich allerdings bisher zur Kenntnis zu nehmen, dass dort ein vielfältiger Kulturstandort mit Kino, Filmfestivals, Kultur- und Sportvereinen und Games-Events geplant ist. Die SPD kennt das Konzept und behauptet trotzdem, dort seien nur Büros geplant.

„Auch die Bündnisgrünen wünschen sich, dass das Land Berlin die Kulturstandorte Colosseum und Kulturbrauerei sichert. Wer aber glaubt, das Land habe das Geld sowohl Colosseum als auch Kulturbrauerei zu kaufen, ist naiv. Wir müssen im Gegenteil davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren überhaupt kein derartiger Ankauf möglich sein wird. Es grenzt geradezu an Wählertäuschung, wenn dieselbe Partei, die hier allein auf Verstaatlichung setzt, eine Spitzenkandidatin hat, die sich in den letzten Wochen immer wieder gegen Immobilienankäufe durch das Land Berlin ausgesprochen hat. Eins muss ganz klar gesagt werden: Mit Franziska Giffey wird das Land Berlin das Colosseum sicher nicht kaufen. Wer sich also wie die Pankower SPD weigert, privatwirtschaftliche Möglichkeiten für einen Kulturstandort überhaupt zur Kenntnis zur nehmen, betreibt Realitätsverweigerung und sorgt mit dafür, dass das Colosseum verfällt.“

„Es ist zu begrüßen, dass sich die neu gegründete Genossenschaft als mögliche Betreibergesellschaft des Kulturstandorts Colosseum begreift. Eine solche Betreibergesellschaft wird es nach Sanierung und Umbau brauchen. Wenn die Genossenschaft ihr Anliegen ernst meint, sollte sie schnellstmöglich ein Konzept ausarbeiten, dass sie interessierten Investoren vorstellen kann.“

Foto: Hannah Wettig

 



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