BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Fraktion BVV Pankow

Heinersdorf braucht Verkehrslösungen jetzt!

Seit Jahren werden die Heinersdorfer vertröstet: Die "Verkehrslösung Heinersdorf" soll den Ortskern entlasten, mit den geplanten Wohnquartieren soll der Stadtteil schöner werden, fahrrad- und fußgängerfreundlich mit Einkaufsstraßen und Plätzen zum Verweilen. Derweil flutet der Durchgangsverkehr das Viertel. Kinder müssen große Umwege laufen, um sicher zur Schule zu kommen. Es fehlen Fußgängerüberwege, selbst dort, wo viele Menschen zu Fuß unterwegs und zu beiden Seiten der Straße die hauptsächlichen Geschäfte sind..

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen will nun an zwei Stellen in Heinersdorf Abhilfe schaffen. In einem Antrag fordert sie gemeinsam mit Linken und SPD das Bezirksamt auf, im Wischbergeweg die Einrichtung eines Modalfilters im Bereich der Einmündung in die Malchower Straße zu prüfen: Durch das Aufstellen von Pollern würde das Durchfahren der Straße zur Abkürzung verhindert. Anwohner, BSR und Rettungsfahrzeuge kämen weiterhin zu den Häusern. Da es keine Wendemöglichkeiten gibt, sollten umklappbare Poller eingerichtet werden.

„Gerade zu Stoßzeiten, also dann, wenn die Kinder in die Schule müssen, kürzen Pendler durch den Wischbergeweg ab, um die Kreuzungen Romain-Rolland-Straße/Blankenburger Straße und Romain-Rolland-Straße/Tino-Schwierzina-Straße zu umgehen. Dabei beachten viele nicht, dass Tempo 30 gilt. Weil die Straße so schmal ist, weichen sie bei Gegenverkehr auf den Gehweg aus,“ erläutert Almuth Tharan, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion.

Deshalb haben sich die Anwohner getroffen und diskutiert, wie das Problem zu lösen sei. „Der Wunsch der Anwohnerversammlung ist ein Modalfilter,“ sagt Almuth Tharan, die daran teilgenommen hat.

In einem weiteren Antrag fordert die Fraktion „die Querung der stark befahrenen Rothenbachstraße für Fußgängerinnen und Fußgänger an/vor der Einmündung in die Romain-Rolland-Straße endlich sicherer zu machen,“ – zum Beispiel durch einen Fußgängerüberweg.

Der Antrag erläutert: „Auf der Rothenbachstraße gibt es weder Ampel noch Zebrastreifen, obwohl der Bereich kurz vor der Einmündung in die Romain-Rolland-Straße wegen der dort gelegenen Handelseinrichtungen von zahlreichen Fußgängern gequert wird.“

An der Ecke Rothenbachstraße/Romain-Rolland-Straße liegt auch das einzige Lebensmittelgeschäft, was von den Neubauwohnungen im nordwestlichen Heinersdorf zu Fuß erreichbar ist. „Wer dort wohnt, müsste einen großen Umweg bis zur nächsten Ampel gehen, um sicher zum Netto zu kommen. Das machen die Leute nicht. Gerade für Kinder und ältere Menschen ist es aber lebensgefährlich, die vielbefahrene Straße direkt zu überqueren,“ sagt Almuth Tharan. „Es sollen dort weitere Wohnungen gebaut werden. Irgendwann soll dann auch die große Verkehrslösung kommen. Aber darauf können die Menschen nicht jahrelang warten. Es muss jetzt etwas passieren.“

Den Antrag „Anwohnende schützen – Abkürzungsverkehre im Wischbergeweg beenden“ finden Sie hier.

Den Antrag „Querung der Rothenbachstraße nahe der Einmündung in die Romain-Rolland-Straße für Fußgänger erleichtern“ finden Sie hier.



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