BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Fraktion BVV Pankow

Was wurde aus ... dem Zebrastreifen Florastraße?

In Berlin dauert der Prozess eines Fußgängerüberwegs durchschnittlich drei Jahre und durchläuft ganze 18 Verwaltungsschritte (siehe Artikel zum Thema). Das kann auch der Fußgängerüberweg in der Florastraße Ecke Görschstraße bezeugen, der 2013 von der Grünen Fraktion angestoßen wurde.

Hervorgegangen ist die Idee eines Zebrastreifens aus dem Planspiel Kommunalpolitik am Ossietzky Gymnasium, an dem Constanze Siedenburg und Elisa Pfennig als Vertreterinnen der Fraktion teilnahmen. Die Schüler*innen wünschten sich eine bessere und sichere Überquerungssituation für ihren Schulweg und den Gang zum Bäcker in den Pausenzeiten. Dieses Anliegen griff die Fraktion auf und stellte in enger Rücksprache mit den Schüler*innen im Jahr 2012 einen Antrag um das Verfahren für einen Fußgängerüberweg an der Florastraße Ecke Görschstraße einzuleiten. Nachdem dieser ohne Änderungen im Ausschuss für Verkehr beschlossen wurde, leitete das Bezirksamt das Anliegen an die zuständige Senatsverwaltung weiter.

Tatsächlich vergingen drei Jahre und Prüfungen über  Verkehrszählungen, bis der Zebrastreifen 2015 für 19 000 Euro in der Florastraße eingeweiht werden konnte. Die Schüler*innen, auf die dieser Antrag zurückging, mögen wohl zu dem Zeitpunkt längst nicht mehr im Ossietzky-Gymnasium zur Schule gegangen sein. Dennoch haben Sie den zukünftigen Schüler*innen ein Stück Schulwegsicherheit hinterlassen. Wir hoffen, dass es Ihnen außerdem ein Beispiel für demokratische Beteiligungsprozesse und kommunale Mitwirkungsmöglichkeiten aufzeigen konnte. Aber: Drei Jahre für einen Fußgängerüberweg und Kosten von 19 000 Euro? Ginge das nicht einfacher und kostengünstiger? In dieser Hinsicht war der Prozess den Schüler*innen wohl eher ein Beispiel für lahme und aufwendige Verwaltungsprozesse.

Foto Zebrastreifen Florastraße: Bildquelle: www.florakiez.de, Foto: Hanno Hall

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